Fassadenarbeiten im September: Das letzte verlässliche Zeitfenster

Fassadenarbeiten haben eine harte physikalische Grenze: Unter fünf Grad härten die meisten Systeme nicht mehr richtig aus. In Stuttgart heißt das in der Regel, dass Mitte Oktober Schluss ist - mit Nachtfrostrisiko schon früher.

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Fassadenarbeiten im September: Das letzte verlässliche Zeitfenster

Die Fünf-Grad-Grenze

Sie gilt nicht nur zum Zeitpunkt der Verarbeitung, sondern für die gesamte Abbindezeit - also auch nachts. Ein warmer Tag mit klarer Nacht bei drei Grad reicht, um eine frische Putzschicht dauerhaft zu schädigen.

Bauteiltemperatur statt Lufttemperatur

Entscheidend ist, wie warm die Wand ist, nicht das Thermometer im Schatten. Eine Nordfassade nach einer kalten Nacht liegt deutlich unter der Lufttemperatur des Vormittags. Wir messen deshalb am Bauteil.

Einhausung als Option

Mit Gerüstplane und Heizung lässt sich die Saison verlängern - das kostet allerdings, und die Feuchtigkeit muss abgeführt werden können. Für kleinere Flächen lohnt es sich selten, für einen Terminzwang manchmal doch.

Die ehrliche Alternative

Manchmal ist die bessere Entscheidung, die Fassade auf das Frühjahr zu verschieben und den Rohbau winterfest zu schließen. Ein im Frühjahr sauber ausgeführter Putz hält länger als ein im November erzwungener.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Fünf Grad gelten auch nachts
Bauteiltemperatur messen, nicht Lufttemperatur
Einhausung verlängert, kostet aber
Verschieben ist manchmal die bessere Wahl
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