Waermepumpe oder Pelletkessel? Vergleich fuer Bestandsbauten in Stuttgart

Beide Systeme erfuellen die 65-%-EE-Quote des GEG, aber sie passen nicht in jedes Bestandsgebaeude. Aus rund 30 Sanierungen, die wir 2024/2025 in Stuttgart begleitet haben, leiten wir eine Entscheidungslogik ab.

Bauphysik · 14. Mai 2026 · MMV Bauleitung
Waermepumpe oder Pelletkessel? Vergleich fuer Bestandsbauten in Stuttgart

Heizlast und Vorlauftemperatur

Eine Luft-Wasser-Waermepumpe rechnet sich, wenn die benoetigte Vorlauftemperatur unter 55 Grad bleibt. Im unsanierten Altbau mit Heizkoerpern liegt sie oft bei 70-75 Grad - dort ist ein Pelletkessel die wirtschaftlichere Brueckentechnologie, bis Daemmung und Flaechenheizung nachgezogen sind.

Platzbedarf

Pelletkessel brauchen einen Lagerraum (ca. 8-12 m3 fuer ein EFH) - in vielen Stuttgarter Altbauten ist der Keller dafuer zu klein oder durch Feuchte nicht geeignet. Die Waermepumpe braucht eine Aussenaufstellflaeche mit ausreichendem Abstand zum Nachbarn (LAI-Hinweis 1.5 m).

Schallschutz

Im verdichteten Stuttgart (besonders Stuttgart-West, Stuttgart-Sued) ist der Schallschutz von Aussengeraeten kritisch. Wir empfehlen Modelle mit LWA < 50 dB(A) und planen ggf. einen Schallschutzkubus ein - das vermeidet Streit mit Nachbarn.

Wirtschaftlichkeit (10 Jahre)

Mit aktuellen Foerderungen (KfW 458) ist die WP in vier von fuenf Faellen guenstiger ueber 10 Jahre. Die Ausnahme: schlecht gedaemmte Bestaende ohne Daemmperspektive, dort gewinnt der Pelletkessel.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

WP nur bei Vorlauf unter 55 Grad sinnvoll
Pellet: Lagerraum 8-12 m3 noetig
Schallschutz im Stadtkontext zwingend pruefen
Foerderung kippt die Wirtschaftlichkeit meist zur WP
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