Trockenbau richtig: Schallschutzwaende im Wohnungsbau

Trockenbau ist schnell, flexibel und im Innenausbau unverzichtbar. Beim Schallschutz trennt sich aber Spreu von Weizen: Dieselbe Wand kann je nach Aufbau 20 oder 60 Dezibel daempfen. Wir zeigen, woran es liegt.

Ausbau · 22. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Trockenbau richtig: Schallschutzwaende im Wohnungsbau

Das Masse-Feder-Masse-Prinzip

Eine schalldaemmende Trockenbauwand funktioniert wie ein Feder-Masse-System: zwei beplankte Schalen, dazwischen ein federnder Hohlraum mit Daemmstoff. Je entkoppelter die Schalen, desto besser - eine starre Verbindung ueberbrueckt den Schall.

Doppelte Beplankung und Daemmung

Zwei Lagen Gipskarton oder Gipsfaser je Seite plus eine Hohlraumdaemmung aus Mineralwolle heben den Schallschutz deutlich. Wichtig: Plattenstoesse versetzt anordnen und vollflaechig verspachteln.

Anschluesse und Flankenwege

Der beste Wandaufbau nuetzt nichts, wenn der Schall ueber Decke, Boden oder angrenzende Wand laeuft. Randdaemmstreifen, elastische Anschluesse und eine durchdachte Anschlussdetaillierung sind Pflicht.

Anforderung im MFH

Im Mehrfamilienhaus gelten die Schallschutzwerte der DIN 4109. Wir planen Wohnungstrennwaende grundsaetzlich mit Reserve, weil Bewohner erhoehten Schallschutz erwarten - die Norm ist nur das Minimum.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Schallschutz folgt dem Masse-Feder-Masse-Prinzip
Doppelte Beplankung plus Hohlraumdaemmung
Flankenwege ueber elastische Anschluesse unterbrechen
Im MFH mit Reserve ueber DIN 4109 planen
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