Sommerlicher Waermeschutz: Was die DIN 4108-2 fordert

Stuttgart hatte 2023 und 2024 jeweils mehr als 20 Tage ueber 30 Grad. Das ist 2026 nicht die Ausnahme, sondern Erwartung. Was die DIN 4108-2 vorschreibt und welche Massnahmen wirken.

Bauphysik · 24. Mai 2026 · MMV Bauleitung
Sommerlicher Waermeschutz: Was die DIN 4108-2 fordert

Methode der DIN 4108-2

Nachweis ueber die Sonneneintragskennwerte (S-Faktor) oder ueber thermische Gebaeudesimulation. Stuttgart liegt in Klimaregion B - mittlere Anforderungen. Bei Ausrichtung Sued/West und grossen Glasflaechen reicht der einfache Nachweis oft nicht.

Verglasung

g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) der Sonnenschutzverglasung sollte unter 0.4 liegen, kombiniert mit aussenliegendem Sonnenschutz (Raffstore, Markise). Innenliegender Sonnenschutz reduziert nur etwa 20-30 % - aussen 60-80 %.

Speichermasse

Massivbau hilft - schwere Decken puffern Temperaturspitzen. Holzbau braucht zur Kompensation oft schwere Innentrennwaende oder PCM-Materialien (Phase Change Materials).

Nachtlueftung

Geplante Nachtquerlueftung ueber kontrollierte Lueftungsanlage oder elektrische Fensterantriebe ist 2026 Standard - reduziert die Innenraumspitze um 3-5 K.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

g-Wert Sonnenschutz < 0.4
Aussensonnenschutz wirkt 60-80 %
Massivbau puffert besser als Holz
Nachtlueftung reduziert Spitze 3-5 K
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