Schweden-Vergleich: Was wir vom Holz-Hochhausbau lernen

In Schweden sind mehrgeschossige Wohnbauten in Holz Alltag, bis hin zu Hochhaeusern. In Deutschland war Holz im Geschossbau lange durch den Brandschutz ausgebremst. Wir vergleichen - und zeigen, was die novellierte LBO BW heute erlaubt.

Internationaler Vergleich · 7. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Schweden-Vergleich: Was wir vom Holz-Hochhausbau lernen

Schwedens Vorsprung

Schweden hob 1994 die Hoehenbeschraenkung fuer Holzbauten auf und entwickelte eine Industrie aus Brettsperrholz (CLT) und vorgefertigten Modulen. Kurze Bauzeiten, geringe CO2-Bilanz und viel heimisches Holz machen die Bauweise wirtschaftlich.

Brandschutz neu gedacht

Der Schluessel ist der Nachweis ueber das Abbrandverhalten: Massivholz brennt langsam und kalkulierbar ab, der tragende Querschnitt bleibt definiert erhalten. Mit Kapselung (Beplankung) und Sprinkler lassen sich auch hohe Gebaeudeklassen sicher ausfuehren.

Was in BW heute geht

Die LBO Baden-Wuerttemberg wurde fuer den Holzbau geoeffnet - tragende und aussteifende Holzbauteile sind in mehr Gebaeudeklassen zulaessig als frueher, sofern die brandschutztechnischen Nachweise erbracht werden. Der mehrgeschossige Holzbau ist damit auch in Stuttgart machbar.

Praxis fuer Stuttgart

Fuer Aufstockungen und Nachverdichtung ist Holz ideal: leicht, schnell, vorgefertigt. Im klassischen Geschosswohnungsbau ist Holz-Hybrid (Holz plus Beton fuer Treppenhaus/Decken) oft der pragmatische Weg, um Brandschutz und Schallschutz wirtschaftlich zu loesen.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Schweden: Holz-Geschossbau seit den 90ern etabliert
Brandschutz ueber kalkulierbaren Abbrand + Kapselung
LBO BW heute deutlich holzbaufreundlicher
Holz-Hybrid loest Brand- und Schallschutz pragmatisch
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