Regenwasser nutzen: Zisterne und Versickerung in Stuttgart

Starkregen und Trockenheit nehmen zu - und Stuttgart verlangt zunehmend, Niederschlag auf dem Grundstueck zurueckzuhalten statt in den Kanal zu leiten. Wir erklaeren die drei Bausteine: Nutzung, Rueckhaltung, Versickerung.

Tiefbau · 11. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Regenwasser nutzen: Zisterne und Versickerung in Stuttgart

Zisterne zur Nutzung

Eine Zisterne (Erdtank oder Flachtank) sammelt Dachwasser fuer Garten und WC-Spuelung. Das spart Trinkwasser und Gebuehren. Dimensionierung nach Dachflaeche und Bedarf - fuer ein EFH typisch 3.000-6.000 Liter. Bei WC-Anschluss ist die Trennung vom Trinkwassernetz (DIN 1989/EN 16941) Pflicht.

Rigole und Rueckhaltung

Wo nicht genutzt wird, wird zwischengespeichert: Eine Rigole (unterirdischer Speicherkoerper aus Kunststoffboxen oder Kies) puffert Starkregen und gibt ihn verzoegert ab. Das entlastet Kanal und Grundstueck bei Extremregen.

Versickerung

Versickert wird ueber Mulden, Mulden-Rigolen oder Schaechte - sofern der Stuttgarter Untergrund das hergibt. In Keuper-/Lehmboeden ist die Versickerungsfaehigkeit oft gering, was das Baugrundgutachten klaeren muss. In Heilquellen-Schutzzonen gelten Sonderregeln.

Gebuehrenvorteil

Stuttgart erhebt eine gesplittete Abwassergebuehr (Schmutz- und Niederschlagswasser). Wer Flaechen versickert oder zurueckhaelt, reduziert die abflusswirksame Flaeche - und damit die laufende Gebuehr. Das macht die Investition ueber die Jahre attraktiver.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Zisterne fuer Garten/WC spart Trinkwasser
Rigole puffert Starkregen, gibt verzoegert ab
Versickerung haengt am Stuttgarter Untergrund
Weniger Abflussflaeche senkt die Niederschlagsgebuehr
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