Photovoltaik mit Speicher: Wirtschaftlichkeit 2026 in Stuttgart

Mit der Solarpflicht in Baden-Wuerttemberg ist die PV-Anlage gesetzt - die Frage ist eher, ob sich ein Speicher dazu lohnt. Wir rechnen nuechtern mit Eigenverbrauchsquote, Strompreis und Einspeiseverguetung 2026.

Technik · 9. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Photovoltaik mit Speicher: Wirtschaftlichkeit 2026 in Stuttgart

Der Eigenverbrauch ist der Hebel

Eingespeister Strom bringt nur die niedrige Einspeiseverguetung, selbst genutzter Strom spart den vollen Bezugspreis (in Stuttgart grob 30-35 ct/kWh). Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote bei einem EFH oft nur bei 25-35 %, mit Speicher bei 50-70 %.

Speicher-Dimensionierung

Faustregel: ca. 1 kWh nutzbare Speicherkapazitaet je 1.000 kWh Jahresverbrauch bzw. je 1 kWp Anlagenleistung - groesser ist selten wirtschaftlich. Ueberdimensionierte Speicher amortisieren sich kaum, weil die letzten kWh selten gefuellt werden.

Sektorkopplung steigert den Nutzen

Richtig interessant wird der Speicher mit Waermepumpe und/oder Wallbox: Wer Auto und Waerme teilweise mit eigenem Solarstrom deckt, hebt die Eigenverbrauchsquote deutlich. Ein Energiemanagement-System steuert das automatisch.

Amortisation 2026

Die PV-Anlage selbst amortisiert sich in Stuttgart meist in 10-13 Jahren. Der Speicher rechnet sich vor allem ueber Eigenverbrauch und steigende Strompreise; bei reiner Wirtschaftlichkeit ist er Grenzfall, beim Wunsch nach Autarkie und Notstrom klar im Plus.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Eigenverbrauch schlaegt Einspeisung deutlich
Speicher ~1 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch
WP + Wallbox heben den PV-Eigenverbrauch stark
Speicher: wirtschaftlicher Grenzfall, Plus bei Autarkie
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