Bauen in Stuttgart: Mineralwasser-Schutzzonen verstehen
Stuttgart hat das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas - und ein entsprechend strenges Schutzregime. Wer hier Tiefbauten plant, muss diese Schutzzonen kennen, sonst werden aus geplanten Wochen Monate.
Drei Schutzzonen
Das Heilquellenschutzgebiet ist in drei Zonen unterteilt: I (engste Quellfassung), II (engerer Schutz) und III (weiterer Schutz). In Zone I ist Tiefbau praktisch unmöglich, in Zone II nur mit Sondergenehmigung, in Zone III mit Auflagen.
Was es betrifft
Aushub tiefer als 3-5 m, Bohrungen, Untergrund-Drainagen, Wärmepumpen mit Sonden, Erdwärmebohrungen, Pfahlgründungen. All das muss vorab mit dem Regierungspräsidium Stuttgart abgestimmt werden.
Praktischer Ablauf
Vor dem Erwerb eines Grundstücks lohnt der Blick in den Schutzzonenplan (öffentlich beim RP Stuttgart). Bei Zone II/III planen wir alle Tiefbauarbeiten so, dass keine Bohrlöcher unbeobachtet bleiben und die Wasserqualität nicht gefährdet wird.
Erfahrungsbericht
Bei einem unserer Projekte in Bad Cannstatt erforderte die Schutzzone die Umstellung von Erdwärme auf Luft-Wasser-Wärmepumpe - das hat dem Bauherrn ca. 18.000 € gespart und 3 Wochen Genehmigung.
Takeaways
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