Kontrollierte Wohnraumlueftung: Lohnt sich KWL im Neubau?

Je dichter wir bauen, desto wichtiger wird die kontrollierte Lueftung. In Neubauten nach GEG ist ein Lueftungskonzept nach DIN 1946-6 ohnehin nachzuweisen. Wir erklaeren, wann eine KWL mit Waermerueckgewinnung (WRG) sinnvoll ist - und wann nicht.

Technik · 6. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Kontrollierte Wohnraumlueftung: Lohnt sich KWL im Neubau?

Warum ueberhaupt lueften

Moderne Gebaeudehuellen sind luftdicht. Ohne geregelten Luftwechsel steigt die Feuchte, es droht Schimmel und die Luftqualitaet (CO2, VOC) sinkt. DIN 1946-6 verlangt ein Lueftungskonzept - die Frage ist nur, ueber welche Technik.

Zentral mit Waermerueckgewinnung

Eine zentrale KWL mit WRG fuehrt Frischluft zu und Abluft ab, uebertraegt ueber einen Waermetauscher 80-90 % der Waerme. Im gut gedaemmten Haus senkt das die Heizlast spuerbar und filtert Pollen - ein Plus fuer Allergiker. Nachteil: Kanalnetz, Platzbedarf, Wartung (Filterwechsel).

Dezentrale Geraete

Einzelraumluefter mit Waermerueckgewinnung sitzen in der Aussenwand und arbeiten paarweise im Pendelbetrieb. Ideal fuer die Sanierung oder einzelne Raeume, wo kein Kanalnetz machbar ist. Etwas geringere WRG-Effizienz, dafuer geringer Installationsaufwand.

Wann es sich rechnet

Im Effizienzhaus 40/55-Neubau ist die KWL mit WRG fast immer wirtschaftlich und oft Voraussetzung fuer das Foerderniveau. Im einfachen Standard reicht haeufig eine bedarfsgefuehrte Abluftanlage plus Fensterlueftung. Entscheidend ist die ehrliche Heizlast- und Kostenrechnung.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Lueftungskonzept nach DIN 1946-6 ist Pflicht
Zentrale KWL mit WRG: 80-90 % Waermerueckgewinn
Dezentrale Geraete ideal fuer die Sanierung
Im EH 40/55 fast immer wirtschaftlich
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