Grundwasser im Baugrund: Wasserhaltung richtig planen
In flussnahen Lagen wie Bad Cannstatt, Untertuerkheim oder am Neckar steht das Grundwasser hoch. Reicht die Baugrube hinein, braucht es eine Wasserhaltung - mit Technik, Kosten und behoerdlicher Erlaubnis.
Offene und geschlossene Wasserhaltung
Bei der offenen Wasserhaltung wird Wasser in der Baugrube gesammelt und abgepumpt. Bei der geschlossenen senken Brunnen den Grundwasserspiegel grossflaechig ab. Welche Methode passt, haengt von Bodendurchlaessigkeit und Absenktiefe ab.
Genehmigung
Das Abpumpen und Wiedereinleiten von Grundwasser ist eine erlaubnispflichtige Gewaesserbenutzung nach Wasserhaushaltsgesetz. In Stuttgart ist das Umweltamt beziehungsweise das Regierungspraesidium zustaendig - die Erlaubnis braucht Vorlaufzeit.
Risiken fuer Nachbarn
Eine Grundwasserabsenkung kann Setzungen an Nachbargebaeuden verursachen. Ein Beweissicherungsverfahren mit Rissprotokoll der Nachbarbebauung vor Baubeginn schuetzt vor spaeteren Streitigkeiten.
Auftrieb der weissen Wanne
Bei hohem Grundwasser muss die Bodenplatte gegen Auftrieb bemessen werden - die weisse Wanne kann sonst aufschwimmen. Das gehoert fruehzeitig in die Tragwerksplanung, nicht erst auf die Baustelle.
Takeaways
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