Grundsteuer-Reform 2025/2026: Was Eigentuemer in Stuttgart wissen muessen

Die Grundsteuer wurde reformiert und gilt seit 2025 nach neuen Regeln. Baden-Wuerttemberg geht dabei einen Sonderweg - das modifizierte Bodenwertmodell. Wir erklaeren, was das fuer Eigentuemer in Stuttgart bedeutet. (Kein Ersatz fuer Steuerberatung.)

Recht · 17. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Grundsteuer-Reform 2025/2026: Was Eigentuemer in Stuttgart wissen muessen

Das BW-Bodenwertmodell

Anders als der Bund setzt Baden-Wuerttemberg fast ausschliesslich auf den Bodenwert: Grundstuecksflaeche mal Bodenrichtwert ergibt den Grundsteuerwert. Die Bebauung spielt - anders als beim alten Recht - kaum eine Rolle. Das trifft grosse oder hochwertig gelegene Grundstuecke staerker.

Warum Stuttgart besonders betroffen ist

In gefragten Stuttgarter Lagen (Halbhoehe, Sued, Killesberg) sind die Bodenrichtwerte hoch. Wer dort ein grosses Grundstueck mit kleinem Haus haelt, kann eine spuerbar hoehere Grundsteuer zahlen als frueher - waehrend kleine Grundstuecke mit grossem Gebaeude teils entlastet werden.

Hebesatz der Kommune

Die finale Hoehe ergibt sich aus Grundsteuerwert, Steuermesszahl und dem kommunalen Hebesatz. Die Stadt Stuttgart setzt ihren Hebesatz fest; theoretisch sollte die Reform aufkommensneutral sein - im Einzelfall gibt es aber klare Gewinner und Verlierer.

Was Eigentuemer tun sollten

Pruefen Sie Ihren Grundsteuerbescheid und den zugrunde gelegten Bodenrichtwert auf Plausibilitaet. Bei Neubau oder Teilung kann sich die Belastung aendern. Fuer die individuelle Optimierung gehoert das Thema zum Steuerberater - dieser Beitrag ersetzt keine Beratung.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

BW rechnet fast nur ueber den Bodenwert
Grosse Grundstuecke in Toplagen oft staerker belastet
Finale Hoehe haengt am kommunalen Hebesatz
Bescheid pruefen, im Zweifel Steuerberater fragen
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