Luftdichtheit nach DIN 4108-7: Blower-Door-Test richtig planen
Luftdichtheit ist die unsichtbare Disziplin der Bauphysik - aber jeder zweite Mangel nach Bezug geht darauf zurueck. Der Blower-Door-Test misst sie objektiv und ist KfW-Pflicht. Was er zeigt und wie man ihn plant.
Was gemessen wird
Die Luftwechselrate bei 50 Pa Druckdifferenz, ausgedrueckt als n50-Wert (Air Changes per Hour). Anforderung GEG-Neubau ohne Lueftungsanlage: n50 <= 3.0 1/h. Mit Lueftungsanlage: n50 <= 1.5 1/h. KfW 40 NH erwartet typischerweise n50 < 0.6 1/h.
Wann testen
Idealerweise zweimal: einmal beim Rohbau-Innenausbau-Uebergang (vor Verkleidung), und einmal final. Der erste Test deckt Leckagen auf, wenn sie noch beseitigbar sind. Der zweite ist die foerderrelevante Messung.
Typische Leckagen
Anschluss Daempfung an Aussenwand, Dampfbremse an Dachzangen-Durchdringungen, Elektrodosen in Aussenwaenden, Rohrdurchfuehrungen. Eine ordentliche Bauleitung dokumentiert die Luftdichtheitsschicht mit Detailskizzen.
Stuttgarter Erfahrungswert
Bei unseren Neubauten erreichen wir typischerweise n50 zwischen 0.6 und 1.0 1/h beim ersten Test. Das genuegt fuer alle KfW-Klassen. Im Bestand werden Werte ueber 5.0 1/h vor Sanierung haeufig gemessen - nach Sanierung 1.5-2.5 1/h.
Takeaways
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