Bauvertrag: Was Sie hineinverhandeln sollten
Ein guter Bauvertrag schützt Sie vor bösen Überraschungen. Sechs Klauseln gehören rein, drei sollten Sie vorsichtig prüfen oder herausnehmen lassen.
Drin: Verbindliche Termine
Vereinbaren Sie eine konkrete Übergabe mit Vertragsstrafe bei Verzug aus Bauherrenverschulden - und symmetrisch eine angemessene Verzugsklausel zugunsten des Bauunternehmers, falls Sie als Bauherr ausgelöst haben.
Drin: Mehr-/Minderkostenlogik
Klare Regel, wie Änderungswünsche bewertet werden: schriftlich vor Ausführung, mit Angabe der Termin- und Kostenwirkung, Freigabe durch beide Seiten.
Drin: Abnahmeprotokoll
Wer prüft? Wer unterzeichnet? Welche Mängel werden im Protokoll festgehalten? Welche Frist gilt für die Mängelbeseitigung? Klare Regel = wenig Streit.
Drin: Zahlungsplan nach Baufortschritt
Keine Vorauszahlungen ohne Baufortschritt. Üblich sind 5-10 Abschlagsrechnungen, gekoppelt an klar benannte Bauphasen.
Drin: Gewährleistung & Notfall-Hotline
5 Jahre BGB-Gewährleistung sind Standard. Eine 24/7-Notfall-Hotline für Wasser- und Heiztechnik-Schäden ist kein Luxus, sondern Standard.
Drin: Versicherungsbestätigungen
Bauleistungs-, Bauherrenhaftpflicht- und Betriebshaftpflicht. Lassen Sie sich Bestätigungen vor Baubeginn schicken.
Vorsicht: Pauschalklauseln zu höherer Gewalt
Manche Verträge weiten den Begriff so aus, dass jede Lieferverzögerung den Termin verschiebt. Definieren Sie höhere Gewalt sauber.
Vorsicht: Einseitige Nachtragsfreigabe
Nachträge müssen beidseitig signiert werden, sonst sind Sie dem Bauunternehmer ausgeliefert.
Vorsicht: Ausschluss der Eigenleistung
Bei Schlüsselfertigbau ist Eigenleistung begrenzt - aber nicht null. Reservieren Sie sich Malerarbeiten oder Außenanlage als Eigenleistung.
Takeaways
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