Asbest-Sanierung in Stuttgart: TRGS 519 in der Praxis

Asbest ist in Stuttgarter Altbauten kein Sonderfall, sondern Regel - Spachtelmassen, Nachtspeicher-Oefen, Bodenbelaege, Eternit-Dachplatten. Die TRGS 519 regelt, wie saniert werden muss. Was Bauherren wissen muessen.

Sanierung · 24. Mai 2026 · MMV Bauleitung
Asbest-Sanierung in Stuttgart: TRGS 519 in der Praxis

Wo Asbest typischerweise sitzt

Floorflex-Bodenbelag (1960-1985), Asbestzement (Eternit) auf Daechern und Fassaden, Vinyl-Asbest-Platten, Bremsbelaege, Brandschutzmatten, Spachtelmassen unter Fliesen. Ohne Anamnese-Untersuchung sollte kein Stuttgarter Bestand der Baujahre 1955-1993 abgerissen werden.

Was die TRGS 519 verlangt

Sachkundenachweis fuer den Bauleiter, separierte Arbeitsbereiche mit Unterdruckhaltung, Schleusen, persoenliche Schutzausruestung, Nachweis aller Entsorgungswege. Verstoss ist Straftatbestand.

Vorgehen Stuttgart

Schadstoff-Voranalyse durch akkreditiertes Labor (typisch 1.500-3.000 EUR fuer ein EFH). Bei Befund: Sanierungsfirma mit TRGS-519-Sachkunde beauftragen. Nicht versuchen, Asbest selbst zu entfernen - die Gesundheits- und Rechtsrisiken sind real.

Kosten

Sanierung eines belasteten 80-m2-Bodens: 8.000-15.000 EUR. Entsorgung eines belasteten Eternit-Daches (150 m2): 7.000-12.000 EUR. Diese Posten sind in der Sanierungskalkulation eines Stuttgarter Altbestands praktisch immer einzustellen.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

1955-1993: Anamnese vor Sanierung
TRGS 519: Sachkunde Pflicht
Voranalyse 1.500-3.000 EUR
Eigene Demontage ist Straftatbestand
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